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Atmest du vorwiegend durch den Mund oder die Nase? Wenn du dir diese Frage vorher noch nie gestellt hast, wird es vielleicht gar nicht so einfach sein, sie zu beantworten.

Mundatmung entsteht, wenn der Nasenweg längere Zeit behindert ist, z.B. durch Adenoide, Nasenpolypen, Rachenmandeln, eine gekrümmte Nasenscheidewand. Das Atmen durch den Mund kann dann zur Gewohnheit werden und man spricht von einer sog. habituellen Mundatmung.

Die Nasenatmung ist die gesunde Ruheatmung. Wenn du also gerade nicht sprichst, oder Sport in sehr hohem Pulsbereich ausübst, kannst du darauf achten, durch deine Nase zu atmen. Das hat viele Vorteile:

Nasenatmung ist gut für die Immunabwehr

Die Nase hat die einzigartige Eigenschaft, die Atemluft zu reinigen, zu erwärmen und anzufeuchten, bevor sie in die Lungen strömt. Dadurch können erste Krankheitserreger herausgefiltert werden, ohne deinen Körper zu belasten.

Erhöhte Sauerstoffaufnahme durch Stickstoffmonoxid

Wissenschaftler fanden heraus, dass das bei der Nasenatmung gebildete Stickstoffmonoxid dazu führt, dass sich die Lungenbläschen vergrößern. Dadurch kann eine größere Menge an Blut durch die Gefäße strömen und mehr Sauerstoff aufgenommen werden. Dies passiert jedoch nicht, wenn durch den Mund geatmet wird.

Die Nasenatmung unterstützt die richtige Zungenruhelage

Atmen wir durch den Mund, fällt die Zunge nach unten und sie liegt in Ruhe am Mundboden. Um die Zunge in die richtige Position am Gaumen zu bringen, ist es wichtig, den Mund zu schließen und durch die Nase zu atmen. Befindet sich die Zunge hingegen nicht am Gaumen, kann das vielfältige Beschwerden begünstigen, wie Zahn- und Kieferfehlstellungen, Kieferschmerzen, ein Knacken im Kiefergelenk, Schnarchen uvm.

Nasenatmer sind attraktiver

Ob du es glaubst oder nicht, die Art, wie du atmest, verändert das Aussehen deines Gesichts! Mundatmer haben längere, schmalere Gesichter, weniger definierte Wangenknochen, kleinere Kiefer und häufig ein fliehendes Kinn. Außerdem kommt es durch die Mundatmung und den dadurch fehlenden Lippendruck an die Zähne, häufiger zu Zahn- und Kieferfehlstellungen.

Weitere körperliche Auswirkungen von Mundatmung sind:

  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Erhöhtes Kariesrisiko
  • Zahnfleischprobleme
  • Schlechter Atem
  • Schlechte Schlafqualität und Tagesmüdigkeit
  • Verminderte Leistungsfähigkeit (mental und körperlich)
  • ADHS
  • Verdauungsprobleme, wie Reflux und Blähungen.

Gezielte Übungen zum Erlernen der Nasenatmung sind sehr hilfreich, und können im Rahmen einer Myofunktionellen Therapie oder einem Jaw Yoga Training erlernt werden. Wichtig ist immer auch das mentale Training, um die neue Atmung ins Leben zu integrieren, Blockaden zu lösen und die neugewonnene Lebensqualität voll zu genießen!

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